"Klaxonnerie" – Freiluftstück für Autohupen
und Lichtsignale von Markus Wettstein
Markus Wettstein *1963, "Klaxonnerie" – Freiluftstück für Autohupen und Lichtsignale, UA, Auftragswerk der "reihe 0"
Markus Wettsten
Am 18. August, nach Einbruch der Dunkelheit, wird die Villa Maund Hopfreben in einen neuen Ort verwandelt. Der in Berlin lebende Schweizer Komponist Markus Wettstein schafft rund um das Gebäude einen vielgestaltigen Raum aus Klang und Licht, indem er Musiker – streng nach Partitur – die Hupen und Scheinwerfer von zwölf Autos betätigen lässt. Die Klänge der Hupen ballen sich zu Wolken unterschiedlicher Dichte, teilen den Raum, jagen einander im Kreis. Für Momente scheint Bekanntes auf: merkwürdige Melodien, wild gewordene Posaunenchöre, Bruchstücke archaischer Tänze. Die Scheinwerfer schneiden rhythmisch Landschaftssegmente aus der Dunkelheit heraus, leuchten in die Villa und in den Wald hinein. Nach 40 Minuten ist die Magie vorbei, klingt auf unserer Netzhaut, in den Köpfen nach.
