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Ars Melancholiae |
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Henry
PURCELL |
Sonata no 6 in g minor from Sonatas of Four Parts |
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| J.J.
FROBERGER 1616-1667 |
Lamentation
sur la mort de Ferdinand III |
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| Richard
GWILT 1958 |
Kaleidoscope
for two volins 2003 |
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| Jean-Ferry
REBEL 1666-1747 |
Tombeau
de Monsieur Lully for two violins and bc |
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Richard
GWILT |
Lament for Rosie 1991 |
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Marin
MARAIS |
Tombeau pour M. de Lully |
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F.
COUPERIN |
Le Parnasse ou lApothéose
de Corelli |
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Ingrid
Seifert |
Violine,
Jacobus Stainer, Absam 1661 Violine, Giofredo Cappa, Turin ca. 1685 Violoncello, Jane Julier, Devon 2000, nach Bertrand 1704 Cembalo |
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Freitag,
1. Juli, 20.00 Uhr |
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| Karten |
Abendkasse
oder Vorverkauf Bregenzerwald Tourismus: euro 18,-
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Traurigkeit und Melancholie scheinen - mehr noch als Freude und Liebe - die Hauptinspirationsquellen von Komponisten aller Zeiten und Epochen zu sein. Purcell nennt sein Stück Sonate, es ist jedoch vielmehr ein Ground oder eine Chaconne mit fallender Basslinie, die bei Barockkomponisten sowohl für Klagelieder (Laments) als auch für opernhafte Liebesszenen sehr beliebt ist. Das tombeau ist in der Musik des 17. Jahrhunderts sehr verbreitet. Das Wort bedeutet eigentlich Grabstein, es wurde jedoch eher verwendet, um die musikalische Begleitung von Beisetzungsfeiern zu bezeichnen. Sehr oft wurde damit ein Pate oder Freund, ja sogar ein Kind, dargestellt und beklagt. Wie Schmelzer, Froberger, Marais, Rebel, Gautier und andere zeigen, stellen diese tombeaux (in der Hauptsache für Laute, Cembalo oder Viola) die intimsten und persönlichsten Äußerungen eines Komponisten dar. Froberger hinterließ uns Klagelieder an Ferdinand III. und IV., aber auch an seinen Freund, den Lautenspieler Blancrocher, der eine Treppe hinabgestürzt war, nachdem er zu sehr seiner Leidenschaft für französischen Wein gefrönt hatte! Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass ausgerechnet in einem Land, das für seine Ablehnung gegenüber Einflüssen von außen bekannt ist, Jean-Baptiste Lully, Sohn eines Florentiner Müllers, offizieller Hofkomponist Ludwigs XIV. werden konnte. Dank seiner Begabung als Tänzer, Gitarrist, Komponist und Diplomat gelang es Lully, sich selbst als Inbegriff der französischen Musik darzustellen. Es ist daher wenig erstaunlich, dass durch seinen Tod zeitgenössischen Komponistenkollegen zu Gefühlsäußerungen hingerissen wurden. Man denke in diesem Zusammenhang nur an Marais tombeau. Vielleicht fürchtete man aber auch, dass der Tod Lullys den Niedergang der französischen Musik einleiten würde. Und wirklich: Rebels Tombeau de M. Lully ist eine Synthese dieser musikalischen Form des 17. Jahrhunderts und des neuen italienischen Stils der Triosonate. Ein Zeitgenosse erklärt, Rebel habe zwar in der Tat einen gewissen italienischen Genius und Feuer, er habe jedoch den Geschmack und den Sinn, diese Eigenschaften durch französische Beherrschung und tendresse in Schach zu halten. Richard
Gwilts KALEIDOSCOPE
ist ein Auftragswerk für eine amerikanische Musikgesellschaft.
Inspiriert wurde das Werk in erster Linie von Bach (der langsame Satz
ist völlig kanonisch), jedoch auch Rokoko-Violinduette haben
ihre Spuren hinterlassen. Über sein LAMENT for ROSIE schreibt
Richard Folgendes: Am 23. Mai 1991 starb ROSIE Wilkinson bei
einem tragischen Unfall. Sie war vier Jahre alt. Ich sah sie zuletzt
kurz nach ihrem vierten Geburtstag und erinnere mich sehr deutlich
an zwei Dinge. Zum einen, wie sie in einem Sessel im Wohnzimmer meiner
Eltern saß, meinen zwei Wochen alten Neffen im Arm hielt und
wirklich engelhaft aussah. Zum anderen, wie sie mir aufgeregt erzählte,
dass sie kaum Worte finden könne für ihr letztes Geburtstagsgeschenk,
eine kleine Geige. Sie war so glücklich, so voller Lebenslust.
Ich schrieb Lament für Rosie für ihre Eltern. London Baroque hat sich seit seiner
Gründung 1978 zu einem der weltweit besten und am längsten
tätigen Ensembles auf dem Gebiet der barocken Kammermusik etabliert.
Das Repertoire der Musiker um Charles Medlam umfasst Werke des 17.
und 18. Jahrhunderts, von früher englischer Musik bis hin zu
Haydn und Mozart, wobei neben Entdeckungen heute völlig unbekannter
Komponisten die großen Meisterwerke des Barock und der Frühklassik
stehen.
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