Gottlieb Wallisch. Als Sohn einer Wiener Musikerfamilie wurde Gottlieb Wallisch im Alter von sechseinhalb Jahren an die Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien aufgenommen, wo er sein Studium später bei Heinz Medjimorec mit ausgezeichnetem Erfolg abschloss. Weitere künstlerische Impulse erhielt er bei Meisterkursen u.a. von Oleg Maisenberg, Dmitrij Bashkirov und Stephen Kovacevich sowie durch die Zusammenarbeit mit Pascal Devoyon an der Universität der Künste in Berlin. 1995 gewann er den ersten Preis und drei Sonderpreise beim internationalen Klavierwettbewerb "The Stravinsky Awards" (USA). 1999 wurde er der jüngste (und seit 40 Jahren auch erste österreichische) Lauréat des "Queen-Elisabeth-Wettbewerbs" in Brüssel.
Gottlieb Wallisch konzertierte mit führenden Orchestern, wie u.a. den Wiener Philharmonikern, dem Radio Symphonie Orchester Wien, dem Gustav Mahler Jugendorchester, der Sinfonia Varsovia, dem Stuttgarter Kammerorchester, dem London Philharmonic Youth Orchestra, dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, dem Brabants Orkest oder dem Bruckner Orchester Linz, unter Dirigenten wie Giuseppe Sinopoli, Dennis Russell Davies, Lord Yehudi Menuhin und Louis Langrée. Zahlreiche Tourneen führten ihn in die USA (Carnegie Hall), nach Großbritannien (Wigmore Hall, Queen Elizabeth-Hall), Japan, Hong Kong, Spanien, Deutschland, Schweiz, in den Mittleren Osten, nach Afrika und in weitere europäische Staaten.
In der Saison 2001/02 konzertierte er im Rahmen des internationalen Zyklus "Rising Stars" in den größten europäischen Hauptstädten und in den USA. Er ist regelmäßiger Gast bei bedeutenden Festivals und Konzertsälen, darunter Lucerne Festival, Klavierfestival Ruhr, Schubertiade Schwarzenberg, Tonhalle Zürich, Carinthischer Sommer u.a. Im Sommer 2002 gab Gottlieb Wallisch sein vielumjubeltes Début bei den Salzburger Festspielen und spielte beim Eröffnungskonzert der Klangspuren Schwaz die Uraufführung des Klavierkonzerts von Sebastian Themessl. 2003 unternahm Gottlieb Wallisch u.a. Konzertreisen nach Deutschland und in die Niederlande. Im Juni 2003 debütierte Herr Wallisch bei den Wiener Festwochen, wo er Mozarts Krönungskonzert KV537 unter der Leitung von Sir Neville Marriner spielte. Im Januar 2004 präsentierte Gottlieb Wallisch mit großem Erfolg in Zagreb und Wien gemeinsam mit der Zagreber Philharmonie unter Patrick Fournillier Bozidar Kunc Klavierkonzert in h-moll. Für Juni 2004 war eine Wiedereinladung zum Klavierfestival Ruhr erfolgt, wo Gottlieb Wallisch mit dem Kölner Kammerorchester unter Helmut Müller-Brühl einen glänzenden Auftritt gab.
In der Saison 2004/05 gab es Orchesterauftritte mit der Nordwestdeutschen
Philharmonie (Mozarts Klavierkonzert in C-Dur KV467) sowie mit der
Zagreber Philharmonie, dem Kölner Kammerorchester und den Hamburger
Symphonikern, neben Recitals im Wiener Konzerthaus, im Musikverein
und in der Wigmore Hall London. Gottlieb Wallisch widmet sich auch
gern kammermusikalischen Projekten. Er musizierte u.a. mit dem Küchl-Quartett
und Alois Posch, den Wiener Virtuosen, Oleg Maisenberg, Milan Turkovic
und Franz Bartolomey.
Zahlreiche Rundfunk- und Fernsehaufnahmen mit dem ORF, Radio France
International und der BBC London, weitere Rundfunkaufnahmen entstanden
während Gottlieb Wallischs kürzlich absolvierter USA-Tournee
in Zusammenarbeit mit Minnesota Public Radio (St.Paul Sunday). Vier
CD-Einspielungen präsentieren Gottlieb Wallischs Interpretationen
der Klavierwerke von Haydn, Mozart, Schumann, Brahms, Strauss, Janácek
und Stravinsky. Ende April 2004 erschien unter dem Naxos-Label die
erste von drei CDs mit Schuberts fragmentarischen Klaviersonaten.
