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Abend mit Mischa Käser, Lautpoet
Berndt Thurner, Percussion
und Wolfgang Suppan, Live-Elektronik


Mischa Käser *1959, gesprochene Lava für eine Stimme

Stuart Saunders Smith *1948, "Plenty" für Vibraphon solo
Wolfgang Suppan *1966, Idyll 3 für Schlagzeug solo und Live-Elektronik



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Wolfgang Suppan           Mischa Käser  

 

 

Idyll III
Innerhalb der mittlerweile 4-teiligen Idyll-Reihe stellt dieses Stück für mich den konzentriertesten kompositorischen Ansatz dar. Dies begründet sich nicht allein in der Wahl der Besetzung – die anderen Stücke wurden für Ensemble bzw. Orchesterbesetzung komponiert –, auch inhaltlich finden in diesem Stück musikalische Ideen zu Gedanken des Schweizer Philosophen Jean-Jacques Rousseau – dem Thema dieser Reihe – in besonderer Weise zueinander: Bei Idyll III ist der Komponist integrativer Teil der Aufführung, da die Bedienung der Live-Elektronik, als wesentlicher Teil des Stückes, nicht schriftlich fixiert wurde. Die Besetzungsangabe könnte also auch  "für Schlagzeug solo und Komponisten" lauten. Dabei übernimmt die Live-Elektronik die Funktion eines "virtuellen Ohres". Die Schlagzeugklänge erhalten durch die elektronischen Transformationen unterschiedliche Färbungen und Hüllkurven. Im Zusammenspiel geht es aber keinesfalls um Improvisation – Formverlauf und Material sind für den Solisten fixiert –, vielmehr verdeutlicht sich hier meine persönliche Vorstellung von Komposition: Nicht das Erfinden von Musik steht im Mittelpunkt, sondern einzelnen Klangmomenten wird durch Aufmerksamkeit Bedeutung zuerkannt.

Idyll III entstand 2001 in enger Zusammenarbeit mit dem Perkussionisten Berndt Thurner, dem das Stück auch gewidmet ist.

Wolfgang Suppan

 

Mischa Käser, gesprochene Lava für eine Stimme
Flgstchnldlstgm

Juuuuuuuuuuuuuuubelgesänge am taufrischen pooooooooooooooo (oh!)
Wo verblühte rooooooooooooooooooosen tausend siiiiiiiege feiern (ach...)
Bis toooosend schiffe sich über dir ausbreiten zum letzten gebeeeeeet (iiiiii)
Uuuuuuuuuuuuuund ein mittlerer segen sich auf das leise lächeln im abendrot leeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeegt (schön!),
gerade soooooooooo, dass die wellen dich im stuuuuuuuuuuuurm erobern (wow!!),
und man versteht kein wort darob, (welch glüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüück!),
obschon die hinter wilden konsonanten versteckte spraaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaache
 ihre kreise dreeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeht – unentwegt.
(schon näääääääääääääääääääääääääääääääääähern sich die ersten glitzerdunklen sterne....)
aber wie ein echooooooooo, so leise wie möglich, naht am horizont  schon die erschöpfung -
e
n
d
l
i
c

h

 



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